In unserer Praxis bieten wir überwiegend eine Kombinationsbehandlung aus Gruppentherapie und Einzelsitzungen nach Bedarf an.
Die Gruppensitzungen bilden den zentralen Bestandteil der Behandlung und finden wöchentlich statt.
Sie ermöglichen einen kontinuierlichen therapeutischen Prozess und den Austausch innerhalb einer festen Gruppe. Ergänzend werden im Therapieverlauf vertiefende Einzeltermine vereinbart. Diese dienen dazu, persönliche Themen intensiver zu bearbeiten oder Inhalte aus der Gruppe individuell zu vertiefen.
Warum eine Kombinationsbehandlung aus Gruppen- und Einzeltherapie?
Viele Menschen sind zunächst unsicher, ob Gruppentherapie das Richtige für sie ist.
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Gruppentherapien in ihrer Wirksamkeit Einzeltherapien in der Regel ebenbürtig sind (Rosendahl et al., 2021).
Darüber hinaus bietet die Gruppentherapie besondere Möglichkeiten, die im Einzelsetting nur eingeschränkt entstehen können:
Durch die regelmäßigen gemeinsamen Sitzungen entwickeln sich Vertrauen und Verbundenheit. Viele Menschen erleben es als entlastend, mit ihren Erfahrungen nicht allein zu sein. Gleichzeitig profitieren sie von den unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen der anderen Gruppenteilnehmenden; die Gruppe bietet die Möglichkeit, neue Verhaltensweisen auszuprobieren, voneinander zu lernen und gegenseitige Unterstützung zu erfahren.
In einem geschützten und professionell begleiteten Rahmen entscheiden Sie selbst, wie viel Sie von sich teilen möchten.
Veränderung gelingt oft leichter, wenn man sie nicht allein gehen muss. Gerne begleiten wir Sie dabei, herauszufinden, ob eine Gruppentherapie für Sie passend sein könnte.
Basisgruppe
Gruppenleitung: wechselnd Dipl.-Psych. Hannah Löhnhardt, Dipl.-Psych. Franziska Wallburg
Termine: nach Bedarf, wenn ausreichend Interessent:innen vorhanden sind
Teilnehmerzahl: max. sieben Personen pro Gruppe
Die Basisgruppe (formal: gruppentherapeutische Grundversorgung) bietet Ihnen die Möglichkeit, eine psychotherapeutische Gruppe in einem überschaubaren Rahmen kennenzulernen. In vier Sitzungen erhalten Sie erste Informationen über die Arbeitsweise in der Gruppe, lernen grundlegende therapeutische Inhalte kennen und können erste Erfahrungen im Austausch mit anderen Teilnehmenden sammeln. Sie dient der Vorbereitung auf unsere weiterführenden Gruppenangebote und hilft dabei, Sicherheit im Gruppensetting zu gewinnen. Bei gegenseitiger Passung nehmen wir Sie im Anschluss an die Basisgruppe gerne auf die Warteliste für die nächste reguläre Therapiegruppe auf. Sobald ein Platz frei wird bzw. eine neue Gruppe startet, meldet sich Ihre Behandlerin bei Ihnen.
Für die Teilnahme ist keine Beantragung bei Ihrer Krankenkasse erforderlich. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Voraussetzung ist eine vorherige psychotherapeutische Sprechstunde sowie eine Indikationsstellung für die Teilnahme an einer Gruppe. Die gruppentherapeutische Grundversorgung kann unabhängig davon in Anspruch genommen werden, ob sich anschließend eine Gruppentherapie anschließt.
Schematherapiegruppe: Alte Muster verstehen - Neue Wege gehen
Gruppenleitung: Dipl.-Psych. Franziska Wallburg
Kontakt: psychotherapie.wallburg[at]posteo.de
Termine: voraussichtlich ab Oktober Montag oder Dienstag von 13.00 bis 14.50 Uhr
Teilnehmerzahl: max. sieben Personen pro Gruppe
In der Schematherapiegruppe beschäftigen wir uns mit den Denk-, Gefühls- und Verhaltensmustern, die uns oft schon seit vielen Jahren begleiten. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, wie diese entstanden sind, welche Bedürfnisse dahinterstehen und warum sie heute häufig mehr belasten als helfen.
Dabei wechseln sich kurze theoretische Impulse mit praktischen Übungen, Austausch in der Gruppe und Reflexion ab. Sie lernen Ihre persönlichen Schemata und Modi kennen, erkennen typische Auslöser im Alltag und entwickeln Schritt für Schritt neue, hilfreichere Reaktionsmöglichkeiten. Dabei arbeiten wir unter anderem mit Imaginationsübungen, Stuhldialogen, Arbeitsblättern und alltagsnahen Übungen, die Sie auch zwischen den Gruppenterminen anwenden können.
Die Gruppe bietet einen geschützten und wertschätzenden Rahmen, in dem Sie erleben können, dass Sie mit Ihren Schwierigkeiten nicht allein sind. Viele Teilnehmende empfinden es als besonders hilfreich, sich in den Erfahrungen anderer wiederzufinden und sich gegenseitig zu unterstützen. Gleichzeitig entscheiden Sie jederzeit selbst, wie viel Sie von sich erzählen oder an einzelnen Übungen teilnehmen möchten.
Unser Ziel ist es, den gesunden Anteil in Ihnen zu stärken. So können Sie lernen, freundlicher mit sich selbst umzugehen, Ihre Bedürfnisse besser wahrzunehmen und zu vertreten sowie Beziehungen bewusster und erfüllender zu gestalten. Die Veränderungen entstehen dabei nicht nur durch das Verstehen der eigenen Muster, sondern vor allem durch neue, heilsame Erfahrungen – in der Gruppe und im Alltag.
Weitere Informationen zur Schematherapie finden Sie u.a. hier: https://www.therapie.de/psyche/info/therapie/schematherapie/artikel/
Bei Fragen, sprechen Sie mich gerne an: psychotherapie.wallburg[at]posteo.de
Vom Kopf in den Körper - Neue Erfahrungen statt Analyse-Paralyse
Gruppenleitung: Dipl.-Psych. Hannah Löhnhardt
Kontakt: psychotherapie.loehnhardt[at]posteo.de
Termine:
Gruppe 1: Mittwoch 10.00 bis 12.00 Uhr
Gruppe 2: Mittwoch 14.45 bis 16.45 Uhr
Gruppe 3: Donnerstag 10.00 bis 12.00 Uhr
Teilnehmerzahl: max. sieben Personen pro Gruppe
Es handelt sich um diagnoseübergreifende verhaltenstherapeutische Gruppen, in die Elemente verschiedener Ansätze einfließen:
Stress- und Nervensystemregulation (Somatic-Experiencing-orientiert): Verstehen, wie Stress entsteht und sich im Körper zeigt, das persönliche Stressprofil und individuelle Frühwarnsignale kennenlernen. Besser einordnen können, welche oftmals frühen Bindungserfahrungen unser Nervensystem geprägt haben und es möglicherweise immer wieder in einen "Alarmzustand" bringen. Erlernen verschiedener Methoden zur Stabilisierung und Entspannung , um dem Nervensystem Schritt für Schritt "Sicherheit" zu vermitteln. Regulation statt Disziplin und Durchhalten.
Schmerz- und traumatherapeutische Ansätze: Aufarbeitung prägender Beziehungserfahrungen, Entwicklung eines achtsameren Umgangs mit emotionalen und körperlichen Grenzen sowie die Frage, an welchen Stellen im Leben immer wieder persönliche „Schmerzgrenzen" überschritten werden.
Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT): Wertearbeit, Förderung psychischer Flexibilität und die Auseinandersetzung mit Fragen wie: Was ist mir wirklich wichtig? Wie kann ich meine Bedürfnisse wahrnehmen und vertreten? Wo ist Veränderung möglich und wo kann Akzeptanz entlasten?
Insbesondere wenn wiederkehrende Beziehungs- oder Bindungsmuster eine Rolle spielen, bietet die Gruppe einen geschützten Erfahrungs- und Übungsraum. Neue Verhaltensweisen können unmittelbar ausprobiert, reflektiert und in den Alltag übertragen werden. Die Einzeltherapie ergänzt diesen Prozess durch die individuelle Vertiefung persönlicher Themen.
Bei Fragen, sprechen Sie mich gerne an: psychotherapie.loehnhardt[at]posteo.de
